ÜBER DIE PERSON CHRISTIAN FUCHS
- Geboren am: 7. April 1986 in Neunkichen (Niederösterreich)
- Größe: 186 cm
- Gewicht: 82 kg
- Schuhgröße: 44
- Familienstand: verheiratet
HOBBYS:
- Kino, Tennis, Fussball gucken;-)
HAUSTIERE:
- Zwei Schlangen (Königspython Goldi und Königsnatter Diethilde)
MEIN SPLEEN
- Drei Schritte Anlauf bei Freistößen, immer links vor rechts beim
Anziehen vorm Spiel
- Mein schönstes Tor: Freistoß gegen Hannover 96, nach 2:0 Rückstand
war er der 2:3 Siegtreffer kurz vor Schluss
- Ein super Abend: Der 3:1 Sieg gegen Maccabi Haifa in der Europa-League.
Ich schoss meinen ersten Doppelpack!
- Mein liebster ehemaliger Mitspieler: Robert Almer (ich spielte mit
ihm bei Mattersburg, im Moment ist er bei Fortuna Düsseldorf engagiert,
wir sind auch gegenseitig Trauzeugen)
- Der beste Kicker aller Zeiten: Rivaldo
NOCH WAS:
- Ich bin Fan von: Undertaker Mark Calaway
- Was nie in meinem Kühlschrank fehlen darf: Käse
- Auf diese technische Errungenschaft würde ich nie verzichten: iPhone
- Meine Liebste Comic-Figur: Donald Duck und Goofy
- Meine Lieblingsgruppe: Shinedown
- Mein aktuelles Lieblingslied: Devour von Shinedown
- Was ich jedem Österreich-Urlauber empfehlen würde: Sachertorte mit
Melange
- Das Schönste an meiner Heimat Österreich ist: meine Familie und
Freunde
DER WERDEGANG VON CHRISTIAN FUCHS
Meine Karriere begann bei meinem Heimatverein SVg Pitten Hamburger, wo ich
bereits mit 12 Jahren in der U17 mitspielte, und führte mich über den 1.
SC Wiener Neustadt bis in die Nachwuchs-Teams des ÖFB. Das Nationaltrikot
überzustreifen bedeutete mir damals so wie auch heute sehr viel. Den bis
dahin größten Erfolg meiner Karriere konnte ich mit dem U17-Team bei der
Europameisterschaft 2003 in Portugal feiern. Im Semifinale mussten wir zwar
Spanien den Vortritt lassen, im Spiel um Platz drei konnten wir aber England
1:0 besiegen. In Wr. Neustadt setzte mich Coach Heinz Griesmayr bereits
mit 15 Jahren in der Kampfmannschaft ein, damals lernte ich, mich körperlich
überlegenen Spielern gegenüber durchzusetzen.
- ÖSTERREICHISCHE BUNDESLIGA
Nach zwei Saisonen bei Wr. Neustadt zeigte mit dem SV Mattersburg ein Bundesligist
sehr großes Interesse und verpflichtete mich.
Trainer Werner Gregoritsch, ein geradliniger Mensch, der sein Herz auf der
Zunge trägt, setzte mich mit 18 Jahren in meiner Premierensaison insgesamt
14 Mal ein, denn sein Credo lautete „Nicht das Alter, die Qualität zählt“.
Wir erreichten 2006 und 2007 im das Cupfinale, mussten uns jedoch beide
Male der Wiener Austria geschlagen geben. Der beste Rang in der Meisterschaft
war Platz drei in der Saison 2006/2007. Wir qualifizierten uns dadurch und
durch das Erreichen des Pokalfinales zweimal für die UEFA-Cup-Qualifikation,
ein großer Erfolg für den Verein einer 7.000-Einwohner-Stadt. Für den SV
Mattersburg absolvierte ich 141 Ligaspiele, erzielte dabei 12 Tore und gab
24 Torvorlagen.
Im Juni 2008 gelang mir der nächste Karriereschritt: ich unterschrieb beim
VfL Bochum bis 2011 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Mein Bundesliga-Debüt
feierte ich am 16. August 2008 gegen den Karlsruher SC. Ich durfte von Beginn
an auflaufen und kassierte prompt in meiner ersten Partie die Gelbe Karte.
Beim Rückspiel gegen den KSC am 1. Februar 2009 durfte ich abermals eine
Premiere feiern: ich erzielte meinen ersten Bundesligatreffer – natürlich
per Freistoss.
In meiner zweiten Saison in Bochum gelang mir als erster Bundesligaspieler
der Geschichte, in drei aufeinander folgenden Spielen per Freistoss einen
Treffer zu erzielen. Die Saison verlief aber für den Verein nicht nach Wunsch,
der vorletzte Platz bedeutete den Abstieg.
Es fiel mir schwer, Bochum zu verlassen, doch ich strebe sportlich immer
nach dem Besten. So habe ich mich entschlossen, im Sommer 2010 nach Mainz
zum FSV zu wechseln, zunächst auf Leihbasis für ein Jahr. Es lief sensationell,
Platz fünf vor namhaften Klubs wie Schalke 04, dem VfL Wolfsburg oder dem
Hamburger SV bedeutete nicht nur den größten Erfolg, den der Verein feiern
konnte, sondern auch das Highlight meiner bisherigen Karriere.
Mit dem Wechsel zu Schalke 04 habe ich eine weitere Stufe auf meiner Karriereleiter
erklommen. In Gelsenkirchen zu spielen ist eine super Chance für mich als
Fußballer, dieser Verein gehört in Deutschland in die Reihe der Topklubs.
Wie erwähnt konnten meine Nachwuchskollegen und ich große Erfolge feiern.
Natürlich träumt man als Nachwuchs-Nationalspieler davon, auch einmal bei
den „Großen“ das Teamtrikot überzustreifen. Dieser Traum erfüllte sich für
mich am 23. Mai 2006, mit 20 Jahren feierte ich unter Trainer Josef Hickersberger
mein Debüt und wurde bei einem Freundschaftsspiel gegen Kroatien (Endstand
1:4) eingewechselt. Das erste Mal in der Startformation stand ich am 11.
Oktober 2006 gegen die Schweiz (Endstand 2:1).
Das erste große Highlight für mich als Teamspieler war die Heim-EM 2008.
Obwohl ich in den Spielen zuvor immer in der Startelf stand und nicht wenige
Experten mit meinem Einsatz auch in den ersten beiden Gruppenspielen gegen
Kroatien und Polen gerechnet haben, bot mich Coach Hickersberger erst beim
dritten und entscheidenden Spiel gegen Deutschland auf. Leider ging das
Bruderduell mit 0:1 verloren und wir erreichten nicht das Viertelfinale.
Mein bislang einziges Tor im Teamdress gelang bei der 1:2-Heimniederlage
am 17. November 2010 in Wien gegen Griechenland.
Mir wurde auch die Ehre zuteil, Kapitän der Nationalmannschaft zu sein.
Es ist schon ein besonderes Gefühl, die Mannschaft mit der Binde am Arm
aufs Feld zu führen.
DIE WEGBEGLEITER VON CHRISTIAN FUCHS
…weil sie mir einfach den Rücken freihält und mich immer unterstützt. Es
ist nicht leicht für die Familie eines Fußballers, weil recht viele Umzüge
innerhalb kurzer Zeit anstehen können. In unserem Fall drei innerhalb von
ebenso vielen Jahren. Es ist wichtig sich auf jemanden jederzeit blind verlassen
zu können!
- MEINE ELTERN UND SCHWIEGERELTERN
…weil sie mich zum Fußball gebracht und mich immer unterstützt haben. Mein
Vater warf mir die ersten Bälle zu, die ich versuchte, zurückzuspielen.
Darüber hinaus wurde er Obmann des örtlichen Sportvereins SVg Pitten Hamburger,
wo ich meine ersten Schritte als Fußballer tat. Meine Mutter weil sie mir
immer den nötigen Rückhalt gab. Auch meine Schwester war für mich immer
wie eine zweite Mutter. Sie war Vertrauensperson und Ansprechpartner und
hatte immer ein offenes Ohr für meine Probleme. Und meine Schwiegereltern,
weil sie mich auch immer unterstützen.
…weil er mein Talent erkannte und dementsprechend förderte. Er ist auch
heute noch eine der wichtigsten Bezugspersonen für mich und ich suche ihn
immer wieder auf, wenn ich in meiner Heimat bin. Auch die eine oder andere
Trainingseinheit spulen wir noch gemeinsam ab.
... weil er für mich nicht nur aufgrund seines Jobs sondern auch als private
Person wichtig ist. Wo gibt es das noch, man erreicht ihn rund um die Uhr,
auf der ganzen Welt, gleichzeitig ist er noch sehr zuverlässig und ehrlich.
Die Kombination Manager und sehr guter Freund ist nicht immer leicht, aber
wir können diese beiden Seiten gut voneinander trennen und vertrauen uns
blind.
- WERNER GREGORITSCH UND FRANZ LEDERER
…weil sie auf mich trotz meiner Jugend zählten. Sie waren bei Mattersburg
von meinem Können überzeugt und vertrauten auf meine Stärken. Vor allem
„Gregerls“ geradlinige, ehrliche und erdige Art hat mich beeindruckt. Ein
Spieler kann sich solch einen Trainer nur wünschen, der mit Aufrichtigkeit
ans Werk geht.
…weil er aus mir einen der besten Linksverteidiger der Deutschen Bundesliga
formte. Er hat einfach an den richtigen Schrauben gedreht und mein Spiel
entscheidend verbessert. Ich habe auch gelernt in gewissen Situationen über
den Dingen zu stehen.
DIE VORBILDER VON CHRISTIAN FUCHS
…weil mich das französische Enfant Terrible in seinen Manchester United-Zeiten
begeistert hat. Nicht umsonst genießt er auch heute noch bei den United-Fans
Kultstatus. Natürlich war er ein sehr kontroversieller Spieler und einige
seiner Taten – beispielsweise die Kung Fu-Attacke gegen einen gegnerischen
Fan – sollte man sich nicht zum Vorbild nehmen. Aber die Art und Weise,
wie er auf dem Platz agiert hat, hat mich in meinen Kindertagen fasziniert.
…weil er mich mit seinem tollen Offensivspiel beeindruckte. Als Jugendlicher
versuchte ich, ihn zu kopieren, da er wie ich auf der linken Seite spielte
und auch durch seine Standards immens viel Gefahr ausstrahlte.
DIE bislang 10 grössten momente seiner karriere
- 1. TRANSFER VON WR. NEUSTADT ZU MATTERSBURG
der erste Schritt in die richtige Richtung – Gregoritsch war begeistert,
weil ich einerseits ausgeteilt habe (Kühbauer, Sabitzer) und ich aber auch
einstecken konnte und immer wieder aufgestanden bin
- 2. ERSTER EINSATZ IM NATIONALTEAM
am 23. Mai 2006 gegen Kroatien. Es war ein super Gefühl – acht Minuten,
drei Ballkontakte, null Fehler ;-) – das Spiel hat mir aber gezeigt, dass
ich körperlich noch viel an mir arbeiten muss und hinsichtlich Athletik
und Kraft Aufholbedarf habe
- 3. EURO-SPIEL GEGEN DEUTSCHLAND
eine besondere Sache, weil ich danach nach Deutschland wechselte – es war
leider mein einziges Spiel bei der EM und deshalb war ich damals ein wenig
enttäuscht..
- 4. FREISTOSS ZUM 1:1 GEGEN STUTTGART
der erste Streich meines Freistoßrekords – rettete uns kurz vor dem Spielende
einen Punkt in Stuttgart. Jens Lehmann zu bezwingen, ist immer etwas Besonderes
- 5. ERSTES SPIEL ALS KAPITÄN DER NATIONALMANNSCHAFT
(SCHWEIZ 0:1)
ich war ehrlich gesagt sehr nervös vor dem Spiel, hatte vorher nie gedacht,
dass das Tragen einer Schleife solche Auswirkungen haben kann. Ich war aber
stolz, dass ich die Mannschaft als Erster aufs Feld führen durfte, ein absolut
unvergesslicher Augenblick für mich!
Coach Marcel Koller ebnete mir den Weg nach Deutschland und schenkte mir
von Beginn an sein vollstes Vertrauen. Eines habe ich ihm noch zu verdanken
– er funktionierte mich zum linken Verteidiger um – eine gute Entscheidung.
- 7. SIEG MIT MAINZ GEGEN WOLFSBURG (VON 0:3 AUF
4:3)
historisches Spiel für Mainz und eine Begegnung, die in die Annalen der Deutschen
Bundesliga einging. 2. Spieltag der Saison 2010/11, 28. August 2010, Wolfburg
führte zuhause nach 30 Minuten 3:0, trotzdem verließ der FSV Mainz 05 den
Rasen als Sieger – für mich das kurioseste Spiel in meiner Zeit bei Mainz.
- 8. FEIER AM BALKON IN MAINZ
Tausende Fans jubelten uns nach der erfolgreichen Saison zu, als ob wir
die Meisterschaft oder ein großes Turnier gewonnen hätten – war echt toll,
gerne wieder, ich könnte mich daran gewöhnen.
- 9. BUNDESLIGA-REKORD MIT DREI FREISTOSSTOREN IN
FOLGE
es macht mich besonders stolz, dass ich seit Beginn der Aufzeichnungen der
Deutschen Bundesliga diesen Rekord inne habe – folgende Torhüter wurden
bezwungen: Jens Lehmann (VfB Stuttgart), Jörg Butt (Bayern München) und
Florian Fromlowitz (Hannover 96)
- 10. NOMINIERUNG INS TEAM DER SAISON DES ZDF
dies ist eine besondere Bestätigung meiner Leistung in der Saison 2010/2011,
da sie keine Momentaufnahme eines einzigen Spiels, sondern die komplette
Spielzeit berücksichtigt. Es ist eine große Ehre für mich, gibt mir allerdings
auch erneuten Ansporn, diese Leistungen weiter zu bestätigen und mich zu
verbessern.